Spätestens seit der 0:1-Pleite gegen Betis Sevilla steckt der FC Barcelona in der Zwickmühle.

Der strauchelnde Fußball-Riese befindet sich auf Rang sieben in La Liga, die Qualifikation für die Champions League ist in Gefahr. Daher muss der Klub nun im Winter-Transferfenster alles dafür tun, um die Saison zu retten.

Dem neuen Coach Xavi, der eher als Messias gilt, wurde ohnehin versprochen, dass bei erster Gelegenheit Verstärkung für das Team kommt. (DATEN: Die Tabelle von La Liga)

Der Vorstandsvorsitzende des Vereins, Ferran Reverte, hatte dies öffentlich noch einmal bestätigt. An dieser Stelle sind wir schon angekommen, im großen Dilemma der Katalanen.

Das Problem ist die desaströse finanzielle Situation mit über einer Milliarde Euro Schulden, in der sich der Klub befindet. Wegen dieser scheint es derzeit fast undenkbar, Spieler zu verpflichten, die eine Ablösesumme kosten.

Verfällt Barca in alte Muster?

Aber ablösefreie Spieler, die Barca weiterhelfen könnten, sind schon im Sommer schwer zu bekommen. Im Winter ist das fast aussichtslos, da im Normalfall keine Verträge von ambitionierten Akteuren auslaufen. Barca bleiben also fast nur Leihspieler. (NEWS: Alles zum Transfermarkt im SPORT1-Transferticker)

Ferran Torres von Manchester City steht ganz oben auf der Wunschliste von Xavi. Doch die Skyblues fordern laut Mundo Deportivo rund 60 Millionen Euro für den Spanier. Geld, welches Barca nicht hat. Laut dem Bericht denken die Verantwortlichen in Katalonien deswegen über eine Ratenzahlung nach. Brisant, wenn man bedenkt, dass genau solche Deals einen Teil des finanziellen Desasters von Barca bewirkt haben.

Um einen Leih-Spieler zu bekommen, hat Barca auch an der Stamford Bridge nachgefragt. Chelsea ist seit vielen Jahren dafür bekannt, eigentlich viel zu viele Spieler im Kader zu haben.

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nDESCRIPTION: Mario Götze wechselt zurück zu seinem alten Berater Volker Struth. Will der Weltmeister von 2014 wieder bei einem absoluten Top-Klub spielen?

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Tuchel will Werner nicht ziehen lassen

Der FC Chelsea soll sogar grünes Licht für einen möglichen Transfer von Timo Werner oder Hakim Ziyech gegeben haben. Deals, die Barca wohl durchaus weiter bringen würden. Doch Thomas Tuchel soll laut der spanischen Zeitung Sport den Spielverderber spielen. Der Coach der Blues will nichts von einer Schwächung des Kaders wissen, daher liegen die Verhandlungen auf Eis.

Deshalb bleibt Barca gerade fast nur, den einen oder anderen Abgang vorzubereiten, um finanziell mehr Möglichkeiten zu schaffen. Ein äußerst schwieriges Unterfangen, auch weil die Konkurrenz weiß, dass die Katalanen unbedingt Geld brauchen.

Die Euphorie, die Xavi mit nach Barcelona genommen hat, kassierte nach der jüngsten Niederlage im Camp Nou einen Dämpfer. Am Mittwochabend spielt Barca beim FC Bayern um den Einzug ins Achtelfinale der Champions League und muss wohl gewinnen, um Benfica Lissabopn hinter sich zu lassen (Champions League: FC Bayern – FC Barcelona, Mi., ab 21 Uhr im LIVETICKER). Der Anhang der Katalanen mag sich die finanziellen Folgen kaum ausmalen, wenn das schiefgeht.

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