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Die deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hat sich gegen die Vorwürfe gewehrt, bei der dramatischen Rettungsaktion der polnischen Freiwasserschwimmerin Natalie Charlos zu zögerlich gehandelt zu haben.

Stattdessen übte die DLRG scharfe Kritik am Kampfgericht der EM in Berlin.

“Als die Rettungsschwimmer des Bootes die Gefahr für die polnische Schwimmerin erkannten, fragten sie sofort beim Kampfgericht nach, ob sie die erschöpfte Athletin aus dem Wasser holen sollten. Die Antwort des Kampfgerichtes lautete nein. Diese Aussage wird durch die Funkprotokolle bestätigt”, sagte DLRG-Landeseinsatzleiter Frank Villmow.

Dies habe die Gesundheit der in Elmshorn lebenden und trainierenden Charlos gefährdet, sagte Villmow: “Beim Ertrinken geht es um Sekunden. Dieses Verfahren hat die polnische Langstreckenschwimmerin in eine lebensbedrohliche Situation gebracht.”

Die DLRG fordert künftig mehr Entscheidungsfreiheit für die Rettungskräfte bei der Sicherung von Freiwasser-Veranstaltungen. Notfalls müssten Ausnahmesituationen in das Regelwerk aufgenommen werden.

Die Regeln des Weltverbandes FINA sehen vor, dass Schwimmer ein Handzeichen geben müssen, ehe die Helfer eingreifen dürfen.

DSV-Präsidentin hatte nach dem Zwischenfall eine Regeländerung gefordert: “Man sollte den Sicherheitskräften ermöglichen, sofort einzugreifen.”

Die 21-jährige Charlos drohte am Mittwoch im Zehn-Kilometer-Rennen wenige Meter vor dem Ziel zu ertrinken.

Danach hatten unter anderem Bundestrainer Stefan Lurz und Rekord-Weltmeister Thomas Lurz das Vorgehen der DLRG-Rettungskräfte scharf kritisiert.

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