Über dieses Rad-Duo lacht Frankreich

von SPORT1
Über dieses Rad-Duo lacht Frankreich

Bei einem Amateurrennen im Radsport jubelt ein befreundetes Duo über einen vermeintlichen Doppelsieg - wird dann jedoch auf kuriose Art übertölpelt.

Dümmer kann‘s kaum laufen!

Bei einem Radsport-Rennen in Frankreich hat sich am Samstag eine denkwürdige und – für neutrale Zuschauer – urkomische Szene abgespielt: Zwei Fahrer, die Arm in Arm einen Doppelsieg feiern wollten, wurden auf den letzten Metern urplötzlich von einem heranstürmenden Konkurrenten überholt.

Radsport: Konkurrent schnappt Teamkollegen Sieg vor der Nase weg

Passiert ist das im Netz nun viral gehende Malheur beim Grand Prix Cycliste de Saint-Symphorien-sur-Coise, bei der Zielankunft des 92-Kilometer-Rennens in der Kleinstadt Roanne an der Loire.

Die beiden Teamkollegen Rémi Arsac und Charly Merle vom Verein EC Saint-Etienne-Loire sahen sich uneinholbar vorn und wollten einen symbolischen Doppelsieg zelebrieren, ähnlich wie Michal Kwiatkowski und Richard Carapaz bei der Tour de France 2020.

Was sie nicht bedachten: Konkurrent Simon Ruet – zu Beginn der letzten Runde noch 40 Sekunden hinter den beiden – fuhr mit einem furiosen Schlussspurt noch in Schlagdistanz. Und er fing die beiden gemächlich auf die Ziellinie zufahrenden Kollegen noch ab. Arsac und Merle konnten nur verdutzt zugucken.

„Ich habe nie aufgegeben und durchgehalten, dann hat sich der Abstand stabilisiert und ich habe wieder Selbstvertrauen gewonnen“, erklärte Ruet der Zeitung Le Progres seinen Coup: „Auf dem letzten Kilometer sah ich sie vorne, also sprintete ich. Es ist ein unglaublicher Sieg.

Der frustrierte Merle – am Ende als Dritter gewertet – sprach von einer „großen Enttäuschung“ und erklärte die Geschehnisse so: „Wir haben aufgehört zu fahren, um zu sehen, wer von uns als Sieger über die Ziellinie gehen würde. Wir wurden nicht über Simons Spurt informiert. Und vor allem nicht aufmerksam genug, es wird uns als Lektion dienen.“