US-Star: „Dachte, ich müsste sterben“
US-Star: „Dachte, ich müsste sterben“
Zum Abschluss der Wettkämpfe halten die Winterspiele noch ein Drama bereit. Die US-Langläuferin Jessie Diggins quält sich unter Höllenqualen zu Silber über 30 Kilometer.
Die letzte Langlauf-Entscheidung der Olympischen Winterspiele bot noch einmal Drama pur. (News: Alle aktuellen Infos zu Olympia 2022)
Nicht nur die knapp verpasste Medaille der Schwedin Ebba Andersson sorgte für große Emotionen nach dem Zieleinlauf bei den 30 Kilometern der Frauen.
Die zweitplatzierte US-Amerikanerin Jessie Diggins war im Ziel so entkräftet, dass sie kollabierte und medizinisch versorgt werden musste. (DATEN: Alle Ergebnisse bei Olympia 2022)
Diggins enthüllt Lebensmittelvergiftung
Im anschließenden Interview verriet die 30-Jährige dann die dramatischen Umstände ihres Silber-Laufs. „Das war eines der härtesten Dinge, die ich je in meinem Leben durchgestanden habe“, sagte Diggins bei NBC.
Diggins fuhr fort: „Vor 30 Stunden hatte ich mir noch eine Lebensmittelvergiftung zugezogen. Deshalb dachte ich, ich müsste sterben, als ich die Ziellinie überquerte.“ (SERVICE: Der Medaillenspiegel)
Doch die Unterstützung auf der Strecke habe sie bis zum Ziel getrieben, sagte sie: „Ich wurde dermaßen stark angefeuert von den US-Biathleten und -Alpinen. Ich hatte das Gefühl, jeder war hier draußen.“
Olympia-Silber für Diggins als Belohnung
Am schönsten aber sei es gewesen, „meine Familie und meinen Verlobten gleich nach dem Rennen per Videoschalte zu sehen“, erklärte sie.
Dabei habe sie auf der Strecke mit höllischen Schmerzen zu kämpfen gehabt: „Meine Beine verkrampften sich auf den letzten 17 Kilometern. Ich weiß nicht, wie ich es ins Ziel geschafft habe. Aber es war einfach fantastisch.“
Als Belohnung für diese ganze Schinderei gibt es neben der Silbermedaille auch einen Eintrag in die Geschichtsbücher.
Denn noch nie hat eine Skilangläuferin, die nicht in Europa beheimatet ist, eine Olympia-Medaille über die 30 Kilometer im Massenstart geholt.