Olympiasiegerin Ricarda Funk hat fünf Monate nach dem Gewinn der Goldmedaille in Tokio und der Hochwasser-Katastrophe in ihrer Heimat von einem „Wechselbad der Gefühle“ gesprochen. (NEWS: Alles zu den Olympischen Spielen)
Die Menschen im Ahrtal „haben gehofft, dass sie ihre Häuser wieder aufbauen können, andere haben Angehörige verloren. Wenn man ganz ehrlich ist: Was ist dagegen dann eine olympische Medaille wert?“, sagte die Slalom-Kanutin den Zeitungen der Funke Mediengruppe.
Funk, die in Bad-Neuenahr-Ahrweiler geboren wurde, war Mitte Juli während der Katastrophe bereits zur Olympia-Vorbereitung in Tokio.
- Entdecke die Welt der SPORT1-Podcasts auf podcast.sport1.de, in der SPORT1 App sowie auf den gängigen Streaming-Plattformen Spotify, Apple Podcasts, Google Podcast, Amazon Music, Deezer und Podigee abrufbar
„Über WhatsApp kamen stündlich Bilder und Videos rein. Anfangs sah es ja nach einem ganz normalen Hochwasser aus“, sagte sie: „Niemand hatte sich vorstellen können, dass es am nächsten Tag ganz anders aussehen würde.“
Trotz der großen Distanz nach Deutschland sei sie “ständig damit konfrontiert worden”. Zwischenzeitlich habe sie “am liebsten einfach nur in der Heimat helfen” wollen, doch “das ging natürlich nicht”.
Als ihr nächstes sportliches Ziel gab Funk die erfolgreiche Titelverteidigung bei der WM aus. „Es wäre ein absolutes Highlight, vor Publikum bei der Weltmeisterschaft in Augsburg starten zu können.
An dem Ort, an dem ich seit Jahren täglich hart trainiere”, sagte sie. In drei Jahren will sie dann “unbedingt Olympische Spiele in ihrem vollen Ausmaß mit Zuschauern erleben. Dafür werde ich alles geben”.
Im Juli hatte Funk im Kanuslalom bei den Sommerspielen die erste Goldmedaille für das deutsche Team geholt. Wenige Tage zuvor war das Ahrtal von Hochwasser überflutet worden.
