Der Brasilianer Thiago Braz da Silva hat bei den Olympischen Spielen in Rio überraschend die Goldmedaille im Stabhochsprung gewonnen.
Der 22-Jährige steigerte im Finale seine persönliche Bestleistung um elf Zentimeter auf 6,03 m und verwies damit London-Olympiasieger Renaud Lavillenie aus Frankreich auf Platz zwei.
Der Weltrekordler scheiterte nach übersprungenen 5,98 m zweimal an 6,03 m und einmal an 6,08 m.
Bei seinem letzten Versuch wurde Lavillenie während der Konzentrationsphase gnadenlos vom brasilianischen Publikum ausgepfiffen, was er mit einem Daumen nach unten kommentierte.
Der WM-Zweite Raphael Holzdeppe war genauso wie Karsten Dilla (Leverkusen) und Tobias Scherbarth in der Qualifikation ausgeschieden. Erstmals seit 1992 fand damit das olympische Stab-Finale ohne deutschen Springer statt.
