Die zweimalige Hindernis-Europameisterin Gesa Felicitas Krause hat nach ihrer Babypause bei den deutschen Hallenmeisterschaften in Leipzig aufgetrumpft. Einen Tag nach ihrem Sieg über 3000 m (9:06,90 Minuten) lief die 31-Jährige aus Trier am Sonntag in 4:24,31 Minuten auch über die halbe Distanz zum Triumph.

Krause setzte sich am Ende einer starken Schlussrunde auf der Zielgeraden durch und verwies Verena Meisl (Wattenscheid/4:24,53) auf den zweiten Platz. „Natürlich bin ich glücklich über den Doppelsieg. Aber es war taktisch eines der schlechtesten Rennen, die ich je gelaufen bin“, sagte Krause am Hallenmikrofon.

Vor der Presse beschrieb sie das Rennen als „nervenaufreibend“: „Ich hatte danach fast mehr Puls als im Rennen. Wir haben uns viel rumgeschubst, das war eher unschön anzuschauen.“

Krause müsse sich aufgrund ihrer unguten Positionierung selbst kritisieren: „Es gibt schönere Rennen, auf die ich lieber zurückblicke.“

„Sprachlos“: Probst siegt vor Lokalmatador

Bei den Männern entschied Marius Probst das Duell mit Lokalmatador Robert Farken für sich. Der Wattenscheider lief in 3:36,36 Minuten Meisterschaftsrekord und die sechstschnellste deutsche Zeit in der Halle.

„Ich bin sprachlos gerade“, sagte Probst. Der 28-Jährige zog auf der Zielgeraden an Farken (3:37,20) vorbei, der zuletzt am deutschen Rekord gekratzt hatte.

„Ich bin sehr selbstbewusst ins Rennen gegangen. Ich war hundertprozentig davon überzeugt, dass ich das Rennen dominieren und gewinnen kann. So bin ich auch aufgetreten, bis auf die letzten 50 Meter“, resümierte der zweitplatzierte Farken am SPORT1-Mikrofon.

„Kann ich nicht richtig in Worte fassen“

Der verpasste Sieg „tut natürlich extrem weh, hier zu Hause vor heimischem Publikum. Das kann ich nicht richtig in Worte fassen“, ergänzte der 26-Jährige.

Probst konnte sein Glück kaum fassen: „Ich habe mit dem Zweikampf geliebäugelt. Wir haben die ganze Halle mitgenommen. Ich wäre auch nicht böse gewesen über Silber, aber so war es natürlich ein geiles Ding für mich.“

Im Weitsprung der Männer siegte Simon Batz (Mannheim). Der Titelverteidiger knackte als einziger Starter die Acht-Meter-Marke, seine Siegweite von 8,01 m sprang Batz im zweiten Versuch.

Es war der weiteste Sprung bei einer Hallen-DM seit 2013. Damals siegte Christian Reif (8,06).

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)