Untitled
Bochum – Sein Pflichtspiel-Debüt mit dem VfB Stuttgart hätte schlechter kaum laufen können. Doch Rückkehrer Armin Veh blieb die Ruhe selbst.
“Die Niederlage beunruhigt mich nicht, denn ich weiß, was wir besser machen müssen”, sagte VfB-Trainer Veh nach dem 0:2 (0:1) beim VfL Bochum (Bericht) und der ersten Auftakt-Niederlage der Schwaben im DFB-Pokal seit 18 Jahren.
Vor dem schwierigen Start am kommenden Sonntag bei Borussia Mönchengladbach ist für ihn alles reine Kopfsache.
“Wir müssen die Köpfe oben behalten, in jeglicher Hinsicht. Wir hatten hier die Köpfe häufig unten oder wollten mit ihnen durch die Wand”, sagte Veh: “Es ist nicht schlimm, dass wir ausgeschieden sind, aber wir dürfen den Kopf nicht verlieren.”
Doch 2092 Tage nach dem Ende seiner ersten Amtszeit in Stuttgart musste selbst Veh feststellen, dass seine Mannschaft über weite Strecken der Partie gegen den Zweitligisten ideenlos und ohne Zug spielte.
Trotzdem wollte auch Sportvorstand Fredi Bobic das frühe Aus nicht überbewerten. “Das war eine verdiente Niederlage. Bochum war zielstrebiger und griffiger. Ich habe immer gesagt, die erste Runde ist die schwierigste im DFB-Pokal”, sagte der ehemalige Nationalstürmer.
“Auch wenn wir natürlich den Anspruch haben, weiter zu kommen, sollte uns diese Niederlage vor dem Liga-Start nicht verunsichern”, betonte Veh zudem.
Es wartet viel Arbeit auf Veh in den nächsten Tagen, denn auch seine Neuzugänge enttäuschten.
Oriol Romeu verursachte im Zusammenspiel mit dem ebenfalls schwachen Torhüter Sven Ulreich nach einem Lapsus am eigenen Strafraum das 0:1 durch Matchwinner Simon Terodde (9.), der auch den Treffer zum Endstand erzielte (48. ).
Auch Filip Kostic und Florian Klein, die Veh ebenfalls von Beginn an gebracht hatte, waren noch nicht die gewünschte Verstärkung. (
DFB-Pokal: Bilder der ersten Runde
)
“Das Spielsystem des neuen Trainers muss uns allen noch in Fleisch und Blut übergehen. Das braucht halt seine Zeit”, sagte Ulreich.
Bei Bochum läuft dagegen alles wie geschmiert. Nach dem Start nach Maß in die Zweite Liga mit dem Sprung an die Tabellenspitze schürt der überraschende Pokalerfolg weiter die Euphorie.
Trainer Peter Neururer war vor allem darüber froh, dass er seinen Matchwinner vor der Saison überhaupt von Union Berlin nach Bochum locken konnte.
Dabei hatte der Kulttrainer persönlich Terodde 2009 als Coach des MSV Duisburg für nicht gut genug befunden und ihn ausgemustert. “Gott sei Dank hat er mir das nicht übel genommen”, sagte Neururer.
Nun soll Terodde weiter treffen. Am besten schon im nächsten Ligaspiel – gegen seinen alten Arbeitgeber Union.