NHL-Star sagt ab: „Einfach leer im Kopf“

"Sensationell!"´- Dieses Tor hat kaum einer im Stadion gesehen
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"Sensationell!"´- Dieses Tor hat kaum einer im Stadion gesehen

Kurz vor dem Auftakt bei der Eishockey-WM gibt es eine bittere Nachricht für das deutsche Team: Nico Sturm reist nicht zur WM in der Schweiz nach.

NHL-Profi Nico Sturm wird die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft bei der WM in der Schweiz nicht verstärken. Der Angreifer war mit Minnesota Wild im NHL-Viertelfinale gegen die Colorado Avalanche ausgeschieden.

Sportvorstand Christian Künast vom Deutschen Eishockey-Bund (DEB) hatte am Donnerstag noch Hoffnung auf einen WM-Einsatz des 31-Jährigen gemacht.

Nico Sturm wird nicht bei der Eishockey-WM für Deutschland spielen
Nico Sturm wird nicht bei der Eishockey-WM für Deutschland spielenNico Sturm wird nicht bei der Eishockey-WM für Deutschland spielen© IMAGO/Chai v.d. Laage

Der DEB meldete für das Auftaktspiel gegen Finnland (1:3) bereits 25 Spieler. Damit ist das WM-Aufgebot komplett, wie der DEB bestätigte.

Eishockey-WM: Sturm „ist einfach leer im Kopf“

„Ich habe gestern Abend länger mit Nico telefoniert, da hat er abgesagt“, berichtete Künast nach dem Spiel, „der Hauptgrund ist: Er hat dieses Jahr eine Bandscheibenoperation gehabt und 25 Prozent der NHL-Saison verpasst. Da hat ihm der Verein nahe gelegt, den Sommer zu nutzen, das komplett auszukurieren.“

Seine körperliche Verfassung sei aber nicht der einzige Grund: „Dann hat er den zweiten Grund genannt, der für mich voll nachvollziehbar ist: Er ist einfach leer im Kopf. Er hat gesagt: Küni es tut mir leid, aber ich sehe mich nicht in 24 Stunden in Zürich.“

Dafür hätte Künast „absolutes Verständnis für“. Ähnlich sieht es auch der langjährige DEB-Kapitän und MagentaSport-Experte Moritz Müller: „Nico ist jemand, der sich schon so viel verdient hat und viel Bonus hat, weil er so oft da war. Ich finde dem muss man auch zugestehen, wenn er mal absagt.“

„Ich habe auch mit ihm geschrieben. Er hat gesagt: Es war ein langes Jahr, ich war lange verletzt, ich brauche den Sommer, um wieder komplett in Form zu kommen“, berichtete Müller: „Den mentalen Aspekt muss man auch respektieren. Dafür war er zu oft da und hat sich zu oft verdient gemacht.“  

mit Sport-Informations-Dienst (SID)