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Stockschlag mit fatalen Folgen

Stockschlag mit fatalen Folgen

Ein übler Stockschlag im Schweizer Eishockey hat schwerwiegende Folgen. 15 Monate nachdem bei Benjamin Neukom, Stürmer beim Hockey Club Olten, mit der Schlägerschaufel eines Gegners die Regenbogenhaut abgerissen wurde, ist sein Karriereende nach 552 Spielen in der National League besiegelt.

Die Fachärzte haben dem Eishockeyprofi mittlerweile mitgeteilt, dass es keine extremen Verbesserungen auf seinem linken Auge mehr geben wird.

Nur acht Prozent seiner Sehkraft sind ihm geblieben – zu wenig für Eishockey auf hohem Niveau.

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Hoffnung erloschen

Direkt nach dem Unfall hatte Neukom noch Hoffnung, nach der ersten Operation in der Augenklinik Aarau gab es keine genaue Prognose zum Heilungsprozess. „Ich hatte Hoffnung, eines Tages wieder aufs Eis zurückzukehren“, erinnert sich der 32-Jährige bei blick.ch.

Nicht nur die Zukunft auf dem Eis ist dahin, auch um seinen weiteren beruflichen Werdegang sorgt sich Neukom. „Ich sehe auf dem linken Auge sehr milchig und verschwommen. Vor allem bei hellem, sonnigem Wetter ist es mühsam“, so Neukom, der in seinem gelernten Beruf als Maurer nicht zurückkehren kann.

Sein Karriereende hatte sich Neukom anders vorgestellt. Wie er dem bei blick.ch verriet, wollte er, dass „bei seinem letzten Spiel seine Tochter und Frau in jenem Moment dabei sind“.