Kommt es jetzt zur Wende im Fall von Brittney Griner?

Die US-Basketballerin, die in Russland wegen Verstößen gegen nationale Drogengesetze vor Gericht steht und zu bis zu zehn Jahren Haft verurteilt werden kann, könnte gegen den russischen Waffenhändler Viktor Bout ausgetauscht werden.

Laut CNN hat dieser Vorschlag die Unterstützung von Präsident Joe Biden und wird bereits seit Beginn des Jahres diskutiert. Damit würde sich das Weiße Haus sogar über den Widerstand des eigenen Justizministeriums hinwegsetzen, das generell gegen einen Gefangenenaustausch ist.

Wir haben ein substanzielles Angebot unterbreitet, von dem wir glauben, dass es auf der Grundlage der bisherigen Gespräche mit den Russen erfolgreich sein könnte“, sagte ein hochrangiger Regierungsvertreter am Mittwoch gegenüber CNN. „Das haben wir schon vor einigen Wochen, im Juni, mitgeteilt“. Aktuell warte die US-Regierung aber noch auf eine Antwort.

Neben Griner soll auch Paul Whelan, ein ebenfalls in Russland festgehaltener US-Amerikaner, Teil einer möglichen Übereinkunft sein. Bei Bout handelt es sich um einen verurteilten russischen Waffenhändler, der in den USA eine 25-jährige Haftstrafe verbüßt.

Brittney Griner bestreitet Vorwurf des Drogenschmuggels

Derweil musste sich Griner am Mittwoch erneut vor Gericht äußern, wobei sie den Vorwurf des absichtlichen Drogenschmuggels bestritt.

„Ich hatte es weder erwogen noch geplant, verbotene Substanzen nach Russland zu bringen“, sagte die 31-Jährige vor Gericht in Chimki nahe Moskau „Ich wollte nicht das russische Gesetz brechen“, sagte die zweimalige Olympiasiegerin.

Sie habe “schnell gepackt” und auch keine Absicht gehabt, die Substanzen in Russland zu sich zu nehmen.

Griner war im Februar am Moskauer Flughafen Scheremetjewo festgenommen worden, nachdem in ihrem Gepäck Vape-Kartuschen mit Cannabis-Öl gefunden worden waren. Griner hat sich zu Beginn des Gerichtsverfahrens schuldig bekannt. (NEWS: Neue Entwicklung im Fall Griner)

Brittney Griner: Hoffnung auf mildes Urteil

Ihr Rechtsanwalt Alexander Boykow hatte am Dienstag seiner Hoffnung auf ein „mildes Urteil“ Ausdruck verliehen.

Boykow betonte, dass seine Mandantin Cannabis selbst in den USA nur „gelegentlich“ verwendet habe, um Schmerzen zu lindern.

Zuvor hatte Boykow bereits das gefundene Cannabis-Öl als ärztlich verordnetes Schmerzmittel bezeichnet. In Russland ist Cannabis auch für medizinische Zwecke verboten.

mit Sport Informationsdienst SID