Die Stimmungskanonen der Eröffnungsfeier
Die Stimmungskanonen der Eröffnungsfeier
In Cortina genießen die Olympia-Teilnehmer das Bad in der Menge. Eine Nation sorgt besonders für gute Laune, eine andere avanciert überraschend zum Publikumsliebling.
Während sich die Olympia-Athleten bei der Eröffnungsshow im Mailänder San-Siro-Stadion beinahe etwas verloren fühlen mussten, herrschte im entfernten Cortina ein ganz anderes Bild. Bei der Zeremonie in der Innenstadt waren die Athleten – im wahrsten Sinn des Wortes – zum Greifen nah. Beim Zug der Delegationen durch ein Spalier tausender Fans genossen die Sportler das Bad in der Menge, klatschten die ihnen entgegengereckten Hände ab.
Gute Stimmung verbreitete insbesondere die kleine Schar der brasilianischen Olympia-Starter. Am Sammelplatz auf der historischen Piazza Dibona ließ die Gruppe die La-Ola-Welle aufbranden. Als Fahnenträgerin Nicole Silveira ihren Mantel öffnete und mit ausgebreiteten Armen das gelb-grün-blaue Innenfutter in den Nationalfarben zeigte, brandete Applaus auf.
Eröffnungsfeier: Seilspringen und Limbo-Dance
Die lange Zeit während der Eröffnungsfeier verkürzten sich Brasiliens Athleten mit Seilspringen oder einer Einlage Limbo-Dance, bei der auch Sportler anderer Nationen spontan mitmachten.
Die Teilnehmer eines anderen Landes eroberten etwas überraschend die Sympathien der Zuschauer. Chinas Sportler versprühten auffällig gute Laune. Als sie dann auch noch zahlreiche der begehrten Sammelanstecker in die Menge warfen, war die Begeisterung der Fans groß.
Das gab es in der Olympia-Historie noch nie
Erstmals gab es bei Olympischen Spielen Eröffnungszeremonien an verschiedenen Standorten. Neben Mailand und Cortina wurden auch Predazzo und Livorno eingebunden. In Predazzo etwa führte Katharina Schmid die deutsche Gruppe als Fahnenträgerin an, in Mailand trug Eishockey-Star Leon Draisaitl die Fahne.
Das Konzept der vier gleichzeitigen Eröffnungszeremonien war im Vorfeld durchaus kritisch gesehen worden. Die Athleten in den Winterorten zeigten sich aber dankbar, einbezogen worden zu sein. Bei früheren Winterspielen war dies für viele Sportler aufgrund der großen Entfernung zum Hauptort der Spiele nicht möglich gewesen.
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Auch die Einwohner von Cortina zeigten sich angetan. Zumeist äußerten sich die Menschen stolz, Teil der Eröffnungszeremonie gewesen zu sein.