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Darts-Star reagiert emotional auf Häme

Darts-Star reagiert emotional auf Häme

Es ist wie verhext für „Bully Boy“ Michael Smith.

Nach seiner Niederlage im Finale der UK-Open am vergangenen Wochenende gegen Danny Noppert musste sich der Engländer im Finale des Premier-League-Abends in Brighton erneut im Finale geschlagen geben.

Immer wieder spielt er stark auf, immer wieder reicht es dann aber nicht für den großen Wurf – es wiederholt sich das Muster des gegen „Snakebite“ Peter Wright WM-Finals.

Der in sieben Major-Endspielen noch sieglose Smith steckt weiter in einer ähnlichen Situation wie nach dem ersten verlorenen WM-Finale 2019. Und das Thema beschäftigt ihn – auch deshalb, weil es in den sozialen Medien immer wieder an ihn herangetragen wird.

Über die Häme, die er dort teilweise kassiert, hatte er seinen Ärger schon vor dem jüngsten Premier-League-Spieltag auf emotionale Weise Luft gemacht. (PDC Order of Merit: Aktuelle Weltrangliste im Darts)

Smith schießt gegen Social-Media-Kritiker

„Für alle Trolle in den Sozialen Medien mit euren Hass-Nachrichten habe ich ein kleines Geheimnis aus meinem Leben“, begann der Bully Boy – auf Instagram und Co. sonst vergleichsweise selten aktiv – einen längeren, an die Kritiker gerichteten Textbeitrag.

Er habe, als er vor neun Jahren seine Frau kennengelernt hätte kaum Geld gehabt. „Ich hatte nicht mal eine Toilette, auf die ich gehen konnte und meine Schwester musste meine Flüge bezahlen.“

Nun, neun Jahre später, sei er verheiratet, habe zwei tolle Kinder und lebe ein Leben, von dem er nie zu träumen gewagt hätte.

Klar, er hätte jetzt schon einige Final-Spiele verloren, aber er hätte sich danach immer gleich wieder an das Darts-Board gestellt, um zu trainieren. Einfach weil er wüsste, „wie es sich angefühlt hat nichts zu haben und nicht einmal einen Flug für 20 Pfund nach Dublin bezahlen zu können“.

Bully Boy zeigt sich kämpferisch

Smith berichtete weiter: „Ich habe immer mehr als 100 Prozent gegeben, um das zu geben, was ich wert bin – und nicht das, was ich denke, was ich verdienen würde. Die Dinge im Leben sind nicht immer einfach. Du musst kämpfen und warten, bis deine Zeit kommt. Eines Tages werde ich bekommen, was ich wert bin und dieser Post wird irrelevant sein.“

Auf wen und was es im Leben wirklich ankomme, werde er weiter im Blick behalten: „Ich werde weiterkämpfen und daran denken, dass Trolle einfach Trolle sind und keine echten und guten Menschen, wie meine Familie.“

Gerade dieser und seinen engen Freunden sei Smith sehr dankbar. Ihre Unterstützung sei alles, was für ihn zähle.

Am jüngsten Premier-League-Spieltag hat es Smith noch nicht geschafft, seine Final-Krise zu überwinden. Aber man sieht: Sein Kampfgeist lodert.