Schiri nach falschem Pfiff am Boden zerstört
Der Schiedsrichter pfeift, die Zuschauer schreien auf, die Trainer brüllen irgendjemanden entgeistert über das halbe Feld hinweg an.
Ärger, Jubel und alles was dazwischenliegt – die Entscheidungen der Unparteiischen sorgen in unregelmäßigen Abständen für eine ganze Palette an Emotionen. Wer es mit dem Fußball hält, kennt diese Szenen nur allzu gut.
Auch beim Spiel des dänischen Zweitligisten FC Fredericia gegen Vendsyssel FF (1:1) konnten Fans einen hochemotionalen Schiri-Pfiff miterleben. Es waren aber nicht die Spieler, die entsetzt auf die Knie gingen.
Es war der Schiedsrichter selbst. Nils Heer pfiff in der ersten Halbzeit einen vielversprechenden Angriff just in dem Moment ab, als er gestoppt schien. Sekundenbruchteile später stand jedoch ein Fredericia-Akteur mit dem Ball frei vor dem Tor.
Heer konnte selbst kaum glauben, dass er den Vorteil nach einem vorangegangenen Foul abgepfiffen hatte und ging zu Boden, die Hände über dem Kopf zusammen schlagend. Wie ein Torjäger, der aus wenigen Metern die Bude verfehlt.
Schönes Ende einer ärgerlichen Szene
Zu dem vielleicht einen Tick zu vorschnellen Pfiff war es gekommen, weil ein Abwehrspieler von Vendsyssel den entscheidenden Pass eigentlich schon fast abgefangen hatte – der Ball rutschte ihm jedoch unter der Fußspitze durch und plötzlich war die Chance wieder da. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich der Referee aber leider schon “verpfiffen”.
Das Schönste an der kuriosen Szene: Die Fredericia-Spieler wollten sich zwar erst bei Heer beschweren, ließen von diesem Unterfangen aber schnell wieder ab, als sie die ehrliche Reaktion des Schiedsrichters sahen. Einer der Kicker gab ihm sogar einen aufmunternden Klaps auf die Schulter mit.
Ganz nach dem Motto: “Kopf hoch, Junge, der nächste sitzt”. Auch das kennt man vom Fußball bestens.